Donnerstag, 17. Dezember 2020
Kapitalismus tötet
Die Corona-Triage ist nur möglich, weil Krankenhäuser in Deutschland nach neoliberalen Prinzipien systematisch kaputtgespart wurden. Es macht keinen Sinn, Widerstand gegen die konkreten Seuchenbekämpfungsmaßnahmen zu organisieren, womit Menschen unnötig gefährdet werden. Sinnhaft wäre hingegen Widerstand gegen das ganze System!

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Widerstand gegen das ganze System?
und wie sähe der aus?

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Ich weiß nicht wie das bei Euch in Süddeutschland ist, aber bei uns gab es bis zur Coronakrise Streiks und sonstige Aktionen des Pflegepersonals mit Forderungen wie mehr Pflegekräfte und auch ÄrztInnen einzustellen, Abschaffung der 24-Stunden-Schichten, Aufgabe des Modells Krankenhaus als Profit Center. Ansonsten ließe sich dies auf die gesamte Gesellschaft ausweiten bis zum Generalstreik - nur echt wenn auch die Generäle streiken.

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Gab es hier auch, mit bekanntem Erfolg.

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Also Generalstreik. Und dann?

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An Covid-19 ist der Kommunismus schuld. :P

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Quo vadis, Streik?
"Also Generalstreik. Und dann?"
Vielleicht die Forderungen durchsetzen, wegen denen man streikt?

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Ich dachte es geht darum das ganze "System" abzuschaffen?

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Quo vadis, Denker?
Ich bin nicht verantwortlich für deine Gedanken.

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Das kommt sehr darauf an was man unter abschaffen versteht und in welcher historischen Konstellation das geschieht. Den Ausdruck transformieren mag ich lieber.

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Wenn Du denkst, Du denkst
dann denkst Du nur Du denkst, denn das Denken Deiner Gedanken ist gedankenloses Denken. Denke nie gedacht zu haben, denn Denken tust Du nie.

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Ich hab nur versucht mir vorzustellen, was passiert, wenn Che und seine Kumpels per Generalstreik das System besiegt haben.

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Das wird leider in dieser Zeit und diesem Land nicht möglich sein. Was ich allerdings anstrebe ist eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung, nichts autoritäres. Wenn ich mir allerdings die Querdenkerbewegung so anschaue entstehen bei mir doch deutliche Zweifel wie mit dieser Bevölkerung eine Revolution möglich sein sollte. Ansonsten sieht die politische Praxis von unsereinem eher sehr kleinteilig aus.

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"Che und seine Kumpels" = eine kleine Anzahl, "Generalstreik" = eine große Anzahl. Da paßt etwas nicht zusammen, wie bei Willy häufiger mal.

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Die Bolsheviki waren auch nur eine kleine Anzahl.

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Und haben nicht generalgestreikt. Im Gegenteil: Als die Fabrikräte ihre eigenen Vorstellungen entwickelten und eine landesweite Organisation aufbauten, wurden sie von den Bolschewiki auf die unfeine Art entmachtet. Was damals geschah, findet sich heute in den feuchten Träumen der Unternehmerlobby.

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Was Che und seine Kumpels so treiben ist, Geflüchteten zu einem Bleiberecht zu verhelfen, Tafeln für arme Menschen zu bestücken, Langzeitarbeitslose zur Durchsetzung ihrer Rechte gegen die Arbeitsagenturen und Patienten gegen die Kassen zu beraten, an Schulen Bildungsarbeit zum Thema Rechtsextremismus zu machen, Demos zu organisieren und den Nazis wenn nötig auch mal handgreiflich entgegenzutreten. Dazu trainieren wir Kampfsport.

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Das anzustrebende Ziel oder die konkrete Utopie
Ich weiß nicht, ob meine Fantasie in Wechselwirkung mit meinem Realitätssinn ausreicht, um unter den Voraussetzungen unserer Zeit oder einer nahen Zukunft das, was Marx und Engels als den Kommunismus, Bakunin und Kropotkin als die Freie Assoziation der Werktätigen bezeichnet haben mir konkret vorzustellen. Diesseits eines solchen gesellschaftlichen Zustands strebe ich eine Gesellschaft an, die sich etwa so beschreiben lässt:

Schlüsselindustrien, Energie- und Rohstoffbereich und Großbanken sind vergesellschaftet (was nicht verstaatlicht bedeutet)

Verbot spekulativer Börsengeschäfte

Wirtschaftsdemokratie, d.h. paritätische Mitbestimmung in allen Teilen der Wirtschaft, auch bei Kleinbetrieben, Vorstände und Aufsichtsräte großer Aktiengesellschaften werden von den Belegschaften gewählt

Nur Direktmandate für Abgeordnete, die ihrer Wählerbasis direkt verpflichtet sind (imperatives Mandat)

Statt des Bundesrats als Länderkammer eine zweite Kammer, in der gesellschaftlich relevante Massenorganisationen, wie Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Standesorganisationen und Religionsverbände vertreten sind.

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