Mittwoch, 7. November 2007
Go, Trabi, go!
Jetzt wird er also 50 Jahre alt, der Trabi. Wäre es da nicht Zeit für eine Nostalgie-Edition mit moderner Technik? Es gibt ja auch den New Beetle, einen neuen Mini (der gar nicht mehr winzig ist) und sogar eine Neuauflage des Fiat 500, der ja schon ein ziemlich trabiesker Wagen war. Warum kein neuer Trabi? Ich finde ja auch, dass VW jahrzehntelang an der etwas geflippteren Zielgruppe vorbeigeplant hat, bis die allmählich so weit ausgedünnt wurde, dass es sie heute kaum noch gibt. Ich glaube, dass der Pogo mit Borsteniro auf dem Dach, Karomuster und Sollbeulen im Blech seine Liebhaber gefunden hätte, but to late, I suppose.

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Wird sogar geplant !

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Die beiden Modelle werden

"Hartz4"

sowie

"ALG Zwo"

heissen.

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Die Vorgaben für den Käfer und den Trabbi waren ja die Gleichen, ein Auto für 's Volk. Und mit dem Beetle ist die Neuauflage auch gut angekommen, allerdings kann ich mir Nichts unter einem modernen Trabbi vorstellen. Sorry, aus dieser Form wird Nichts mehr..

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Man muss auch mal loslassen können... ;-)

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Es kann nicht jeder einen Landrover fahren ;-)

Ansonsten ist der New Beetle alles Andere als ein Volkswagen. Der steht etwa da, wo zu Käfer-Zeiten der Karmann Ghia oder der Volksporsche 914 angesiedelt waren. Es ist ja die Crux der gesamten deutschen Autoindustrie, dass sie Fahrzeuge baut, die mit jeder Serie immer teurer werden und die sich Otto Normal als Neuwagen kaum noch leisten kann. Dies ist wiederum Erfolgsgrundlage der Koreaner und vom Dacia Logan, und es wird gar nicht mehr lange dauern, bis indische Tatas und Mahindras den deutschen Markt erobern werden. Als dunnemals mein Vater seinen Käfer kaufte, blätterte er die 3500 Mark oder was der kostete beim Autohändler bar auf den Tisch. "Volkswagen" bedeutete genau diese Preisgestaltung. Und für den New Trabi sehe ich sehr wohl einen Markt. Der wird mit dem alten Trabi ja nicht mehr gemein haben als Cinquecento, Mini und New Beetle mit ihren Vorläufern. Vielleicht stellt man so etwas ja auf eine Polo- oder Fiesta-Plattform und baut für die besonderen Freaks noch eine Kübelwagenversion mit Faltverdeck. Damit sticht man dann die Suzuki-Jimny- und Asia-Rocksta-Fahrer aus, the Trabi as a ruling Distinktionsgewinn, ey ;-)

Und den benannten VW Pogo würde sogar ich fahren, wenn auch eher als Zweitwagen.

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Eine neue Generation von "Back to Basics" Fahrzeugen währe allemal erstrebenswert, das ist wohl wahr. Keine Klimaanlage, kein ABS, kein CD Wechsler. Airbags lassen wir mal gelten. Dafür günstiger Preis. Aber schon beim Motor wird's schwierig, die geforderten Abgasnormen lassen sich nur noch vollelektronisch einhalten. Nix mit Gleichstromvergaser und Kontaktzündung.

Nur ist denn wirklich ein Markt dafür da? Alle Hersteller versuchen seit Jahren, jede noch so kleine Nische zu besetzen, und ausgerechnet diese offensichtliche haben alle, Europäer wie Asiaten (die Amis sowiso) seit Jahren übersehn?

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Die wurde doch gar nicht übersehen. Sind Mobile wie Barchetta, Mazda MX oder Daihatsu Copen etwas anderes als Revivals der Spitfire- Alfa-Urspider- NSU-Spider- Generation? Der Retro-Chrysler knüpft am Gangster-Citroen an usw. Neu ist an dieser Art Retromobil nur, dass nicht auf eine vergangene Fahrzeuggeneration, sondern auf ein konkretes Modell zurückgegriffen wird. Was die Abgasnormen angeht: Reichen da nicht eine L-Jetronic und ein geregelter Kat? Ist der heutige elektronische Aufwand wirklich nötig?

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Ob der Aufwand Sinn macht frag ich mich vor allem. Nötig um Euro5 zu erreichen ist er sicher.
Aber die genannten Fahrzeuge sind alles andere als Low Tech - Low Budget Autos, sondern greifen lediglich auf alte Stilelemente zurück, mal mehr, mal weniger gekonnt (im Falle des Chrysler, sofern der Pity Cruiser gemeint ist, eher weniger). Was mir vorschwebt ist eher ein Auto auf dem Niveau vom Golf II.
Ein Auto dagegen, dass auch nur ansatzweise Anleihen beim Trabbi nimmt, wird sicher schon rein aus Marketinggründen ein Megaflop werden, sowohl in den Neufünfländern, und erst recht im Westen.

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Hey, es ist in Kanada megagroovy, Military-Urlaub in einem Thüringer Freizeitpark zu machen, wo ein Stück DDR-Grenze nachgebaut wurde und wo Flucht als Geländegame gespielt wird, mit echten (pensionierten) DDR-Grenztruppen als "Wachpersonal", ist halt viel cooler als Paintball, wenn man zum Rattatatt einer Kalaschnikow mit Platzpatronen übern Zaun klettern muss, und hinterher gibt´s Essen aus der Gulaschkanone bei forschen Grenzerliedern. Und es gibt haufenweise Trabi-Nostalgieclubs. Ich glaube, der Markt wäre echt vorhanden.

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Ergänzend hierzu: In Deutschlands Osten, aber auch in Niedersachsen und Nordhessen ist der Trabi inzwischen ein Kultauto, wenn auch immer nur ein Zweitwagen, und nach Porsche ist Trabant in Deutschland die Marke, die am zweithäufigsten geklaut wird. Und im Übrigen gibt es ja Autos auf dem Stand des Golf 2: Lada und Polonez. In meiner Nachbarschaft fährt jemand nen chinesischen Santana 2000.

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