Montag, 2. März 2020
Unterwegs im Zug mit Erkan und Stefan
che2001, 18:11h
Neben mir zwei junge Männer in Hoodies und Trainngshosen die in irgendeinem Strukturvertrieb arbeiten. Sprachstil: "Meetings ballern, Business pitchen, Digga was geht?, Safe! Word! Villa auf Bali mieten bis 5 Party dann ist es in Deutschland 11 dann können wir gleich weitertraden. Der R. verschickt 100 broadcasts an einem Tag. Meeting nur noch online. Alta, ich mach ne fette Präsi. "
So ging das zweieinhalb Stunden in einem durch.
So ging das zweieinhalb Stunden in einem durch.
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Sonntag, 23. Februar 2020
Spielverderber
che2001, 17:56h
Ich vermute mal dass ich mich bei den Fridays-for-Future-Jugendlichen nicht sehr beliebt mache wenn ich ihnen rate, sie sollten selber zum Klimaschutz beitragen indem sie auf Handybenutzung verzichten und statt zu duschen sich mit Waschlappen und Seife am Waschbecken reinigen wie wir das in meiner Jugend taten;-)
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Donnerstag, 20. Februar 2020
Wird Beteigeuze demnächst zur Supernova?
che2001, 19:35h
Einiges deutet darauf hin.
https://www.fr.de/wissen/beteigeuze-stern-riesenstern-supernova-explosion-helligkeit-sternbild-orion-universum-weltall-zr-13412312.html
https://www.fr.de/wissen/beteigeuze-stern-riesenstern-supernova-explosion-helligkeit-sternbild-orion-universum-weltall-zr-13412312.html
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Dienstag, 18. Februar 2020
Messenger-Überreizung
che2001, 19:11h
Für Botschaften, insbesondere mit Text- und Bildanhängen nutze ich normalerweise ganz konventionell Email und weiß auch nich was ich daran ändern sollte. Für Text- und Bildbearbeitung halte ich Mobilgeräte unterhalb des Notebooks für ungeeignet, schon mein Ipad würde ich dafür nicht mehr benutzen. Die Leute die fast alles nur noch mit dem Phone machen sind mir denn auch unverständlich, meine Heimat ist die der Welt der Tower-Workstations mit 22-Zoll-Monitoren. Messagerdienste nutze ich genau zwei, Whatsapp und SMS. Nun gibt es aber noch imo, Vyber, Skype, Hangouts, Signal und neben Facebook noch Instagram und und und.
Wozu das Ganze? Ist eh nur Geldschneiderei und data mining, oder macht diese Vielfalt einen Sinn?
Schon bei den vielen Apps die auf Smartphone und Ipad installiert sind interessiert mich ja in erster Linie: Wie kriege ich die weg?
Wozu das Ganze? Ist eh nur Geldschneiderei und data mining, oder macht diese Vielfalt einen Sinn?
Schon bei den vielen Apps die auf Smartphone und Ipad installiert sind interessiert mich ja in erster Linie: Wie kriege ich die weg?
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Mittwoch, 12. Februar 2020
Claire Bretecher ist tot
che2001, 12:40h
und starb viel zu früh. Eine wunderbare Hommage findet sich bei Bersarin:
https://bersarin.wordpress.com/2020/02/12/zum-tod-claire-bretechers-und-jene-seltsam-wunderbaren-1980er-jahre/
https://bersarin.wordpress.com/2020/02/12/zum-tod-claire-bretechers-und-jene-seltsam-wunderbaren-1980er-jahre/
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Sonntag, 9. Februar 2020
Neulich im Baumarkt: Veganer Dünger
che2001, 19:25h
Gestern fand ich im Baumarkt ein Reklameschild für veganen Dünger. Der Dünger ist vegan da er keinerlei tierische Abfälle zur Grundlage hat. Ah ja. Es mag nun gute Gründe dafür geben sich vegan zu ernähren, sei es aus gesundheitlichen Gründen, Schlankheitsgründen, ich nenn das mal antiimperialistischen Gründen (mit Rücksicht auf die Welternährungssituation, die Terms of trade und die Agrarsubventionen) oder aus Klimagründen. Aber veganer Dünger? Soll das selbstangebaute Gemüse nicht durch Reste tierischer Stoffe (die wiederum Teile seines Nährwerts ausmachen) "verunreingt" werden oder werden damit gar nur Zierpflanzen gedüngt?
Dieses Beispiel zeigt mal wieder dass der Veganismus eine Ideologie mit religiösen Zügen ist.
Dieses Beispiel zeigt mal wieder dass der Veganismus eine Ideologie mit religiösen Zügen ist.
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Freitag, 7. Februar 2020
Harald Martenstein sagt wie es ist
che2001, 18:24h
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Sonntag, 2. Februar 2020
Original Fremdarbeiter-Spaghetti
che2001, 23:47h
In unserer Familie gibt es ein besonderes Spaghetti-Rezept. Das ist im Prinzip Spaghetti Napolitana, allerdings mit in Butter gebratenen Zwiebackskrümeln statt Parmesan. Die Zwiebäcke werden zu diesem Zweck extra mit dem Nudelholz kleingemahlen. Meine Mutter bestand immer darauf, dass das das italienische Originalrezept sei, alle anderen Spaghetti seien nicht wirklich echt. Sie hatte dieses Rezept im Pflichtjahr wie der Reichsarbeitsdienst für unverheiratete und unglernte Frauen genannt wurde von italienischen "Fremdarbeiterinnen" gelernt. Die verwendeten deshalb Zwiebackskrümel weil es im Deutschen Reich kein Parmesan gab, aber das war meiner Mutter nicht beizubringen;-)
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Samstag, 1. Februar 2020
Butler, Foucault, Queerfeminismus, falsche Diskurse und der ganze Rest
che2001, 02:25h
Ich finde es sehr ärgerlich wie manche Queerfemistinnen, PoststrukturalistInnen usw. über Foucault und Butler reden: Einerseits behaupten sie dass Dinge die diese in den 1970ern konstatiert haben heute noch so wären - die Frau der Natur zurechnen, was Frauen oder Schwule oder Schwarze sagen fände bei weißen heterosexuellen Männern keine Beachtung, WEIL es von Frauen oder Schwulen oder PoC kommt - und die Veränderungen die es seither gegeben hat nehmen die gar nicht zur Kenntnis. Da nimmt eine Gruppe, die selber zum akademischen Mainstream avanciert ist, sich selber als unterdrückte Minderheit wahr oder inszeniert sich lustvoll als solche.
Ganz bizarr auch die Sache mit den mehr als zwei Geschlechtern: Da hatten Ethnologen der durch Lévi Strauss begründeten strukturalistischen Schule festgestellt, dass es bei sibirischen und papuanischen Naturvölkern andere Geschlechtsdefinitionen gibt als bei uns und demzufolge bis zu 7 Geschlechter. Butler hatte dann daraus abgeleitet, dass es auch außerbiologische Geschlechtsdefinitionen gäbe und dass gender eine sprachliche Übereinkunft bedeute, was darunter im einzelnen zu verstehen sei, man könne die bipolare Geschlechtsdefinition komplett dekonstruieren. Die Schwulenlesbenbewegung feierte dies dann als eine Möglichkeit, die eigene Geschlechtsrolle neu zu erfinden.
Was heute davon übrig ist, ist ein totales Verrühren dieses dekonstruktivistischen Ansatzes mit transgender im biologischen Sinn und ein hochmoralischer Tugendfuror gegenüber allen, die
diese Begrifflichkeiten nicht verwenden. Und wenn ich sage, dass doch in unserer heutigen Gesellschaft (Deutschland im Jahr 2020) das Frauen mit der Natur gleichsetzen außerhalb der Beschäftigung mit Mythologie, der Fantasy-Literatur oder speziellen feministischen Zusammenhängen, die gerade nicht gendertroubles-mäßig sondern biologistisch ausgerichtet sind (Hexenkult, Magie) überhaupt keine Rolle mehr spielt, dann werde ich angefeindet als reaktionärer alter weißer Mann.
Sollen die doch froh darüber sein das es diese reaktionäre Denkfigur im gesamtgesellschaftlichen Maßstab nicht mehr gibt.
Parallel dazu kommt es bei tatsächlich, öhm sagen wir straight cisheterosexuellen Leuten, zu Hassausbrüchen auf die die von mehr als zwei Geschlechtern sprechen. Und zu der bizarren Annahme, Lévi Strauss und andere (Post)Strukturalisten fänden die Mehrgeschlechtlichkeit bei den Naturvölkern sei etwas Besseres als die Bipolarität bei uns und sie hingen einem Kult vom edlen Wilden an, wo sie doch in Wirklichkeit sich mit der Frage beschäftigt haben "wie kommt die Realität in den Kopf?".
Als Archäologen sagten, Ramses II. könne nicht an TBC gestorben, sein da es den Bazillus damals noch gar nicht gab schafften es Anti-Poststrukturalisten, diese als völlig realitätsferne Irre zu beschimpfen, weil hier postmoderne Dekonstruktion ins alte Ägypten zurückprojiziert werde - tatsächlich war gemeint, dass wir nicht wissen, wie welche Bakterienstämme im Jahr 1200 v. Chr. aussahen und ob es also Tuberkulose im heutigen Sinne überhaut gegeben habe. In dem Sinne hat der Poststrukturalismus längst in die Biologie Einzug gehalten: Man sagt nicht mehr, der Hund stamme vom Wolfe ab, sondern von den Wölfen von vor 40.000 Jahren, nicht von der rezenten Art. Aber das alles ist viel zu komplex für die meisten Leute.
Und ich habe auf meinem Schreibsekretär einen kleinen Plastikeinstein der sich an die Stirn tippt.

Ganz bizarr auch die Sache mit den mehr als zwei Geschlechtern: Da hatten Ethnologen der durch Lévi Strauss begründeten strukturalistischen Schule festgestellt, dass es bei sibirischen und papuanischen Naturvölkern andere Geschlechtsdefinitionen gibt als bei uns und demzufolge bis zu 7 Geschlechter. Butler hatte dann daraus abgeleitet, dass es auch außerbiologische Geschlechtsdefinitionen gäbe und dass gender eine sprachliche Übereinkunft bedeute, was darunter im einzelnen zu verstehen sei, man könne die bipolare Geschlechtsdefinition komplett dekonstruieren. Die Schwulenlesbenbewegung feierte dies dann als eine Möglichkeit, die eigene Geschlechtsrolle neu zu erfinden.
Was heute davon übrig ist, ist ein totales Verrühren dieses dekonstruktivistischen Ansatzes mit transgender im biologischen Sinn und ein hochmoralischer Tugendfuror gegenüber allen, die
diese Begrifflichkeiten nicht verwenden. Und wenn ich sage, dass doch in unserer heutigen Gesellschaft (Deutschland im Jahr 2020) das Frauen mit der Natur gleichsetzen außerhalb der Beschäftigung mit Mythologie, der Fantasy-Literatur oder speziellen feministischen Zusammenhängen, die gerade nicht gendertroubles-mäßig sondern biologistisch ausgerichtet sind (Hexenkult, Magie) überhaupt keine Rolle mehr spielt, dann werde ich angefeindet als reaktionärer alter weißer Mann.
Sollen die doch froh darüber sein das es diese reaktionäre Denkfigur im gesamtgesellschaftlichen Maßstab nicht mehr gibt.
Parallel dazu kommt es bei tatsächlich, öhm sagen wir straight cisheterosexuellen Leuten, zu Hassausbrüchen auf die die von mehr als zwei Geschlechtern sprechen. Und zu der bizarren Annahme, Lévi Strauss und andere (Post)Strukturalisten fänden die Mehrgeschlechtlichkeit bei den Naturvölkern sei etwas Besseres als die Bipolarität bei uns und sie hingen einem Kult vom edlen Wilden an, wo sie doch in Wirklichkeit sich mit der Frage beschäftigt haben "wie kommt die Realität in den Kopf?".
Als Archäologen sagten, Ramses II. könne nicht an TBC gestorben, sein da es den Bazillus damals noch gar nicht gab schafften es Anti-Poststrukturalisten, diese als völlig realitätsferne Irre zu beschimpfen, weil hier postmoderne Dekonstruktion ins alte Ägypten zurückprojiziert werde - tatsächlich war gemeint, dass wir nicht wissen, wie welche Bakterienstämme im Jahr 1200 v. Chr. aussahen und ob es also Tuberkulose im heutigen Sinne überhaut gegeben habe. In dem Sinne hat der Poststrukturalismus längst in die Biologie Einzug gehalten: Man sagt nicht mehr, der Hund stamme vom Wolfe ab, sondern von den Wölfen von vor 40.000 Jahren, nicht von der rezenten Art. Aber das alles ist viel zu komplex für die meisten Leute.
Und ich habe auf meinem Schreibsekretär einen kleinen Plastikeinstein der sich an die Stirn tippt.

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Freitag, 24. Januar 2020
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht
che2001, 18:46h
Die Umarmung Rivlin-Steinmeier in Yad Vashem hat die gleiche historische Dimension wie Brandts Kniefall an der Gedenkstätte zum Warschauer Ghetto.
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