Sonntag, 11. April 2010
Die Speerspitze der Zivilisation
Gerade in Epoc gelesen: Zu Anfang des aktuellen Irakkrieges haben die US-Truppen im Stadtgebiet von Babylon Jahrtausende alte Schutthügel, bestehend aus zerbröselten Mauerresten und voll mit archäologisch ungesichertem Material eingeebnet, um dort Militärcamps zu errichten und mit dem feineren Schutt, der möglicherweise Artefakte enthielt die Sandsäcke ihrer Geschützstellungen gefüllt. So liebt man sie, die Verbreiter von Fortschritt und Demokratie.

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Der Schaden dort ist aber marginal, verglichen mit den Zerstörungen durch die entfesselte Raubgräberei nach dem Krieg, bedingt durch die wirtschaftliche Misere und den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. V.a. Ruinenstätten im Südirak (Isin, Nippur, Fara) wurden derart systematisch durchwühlt, dass sie wohl mehr oder weniger vollständig vernichtet sind.

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der Teil der US-Soldaten, der mit protestantisch-fundamentalistischer Theologie und "Left Behind"-Romanen konditioniert wurde, wird dieses Zerstörungswerk mit Freuden ausgeführt haben und sich dabei als "Werkzeug Gottes" gegen die "Hure Babylon" gefühlt haben ...

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Wieso hat hier noch nicht einer dieser "Antiamerikanismus!"-Schreihälse einen Kommentar hinterlassen?

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Vielleicht gibt es die in der Bloggosphäre nicht mehr?

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soll ich die herbeirufen ;-) ... besser wohl nicht, oder?

btw., kennst du schon die Seite "Hagalilwatch"?: http://www.hagalil.com/archiv/2010/04/08/hagalilwatch/

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Auweia! Der Tag ist nicht mehr fern, an dem am Himmel ein gewaltiger Arsch erscheinen wird, um diese Welt gehörig zusammenzuscheißen;-)

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