Mittwoch, 11. April 2007
Seltsames Quiz
Weil die richtigen Antworten nach meinem Kenntnisstand nicht die richtigen sind.

Welches Unternehmen ist nach einem Fluss benannt?

FALSCH: Corel

RICHTIG: Adobe

Adobe ist das mexikanische Wort für einen in der Sonne getrockneten Lehmziegel und kein Fluss.

Woher kommt der Name der Computerfirma Atari?

FALSCH: "Atari" setzt sich zusammen aus "Attack" und "Risk", den beiden Maximen des Unternehmens

RICHTIG: "Atari" ist eine Spielsituation in dem Brettspiel Go


Atari heißt auf Hawaiianisch "Angriff."

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Atari
Nun ja. Dennoch gibt es in "Go" eine Spielsituation namens "Atari", so gesehen ist das erstmal nicht unbedingt ein Widerspruch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Go_(Brettspiel)

Es ist eine Situation, in die man i.d.R. lieber den Gegner bringt als selbst gerät.

Die englische WP nennt übrigens auch das Japanische ("anvisieren"/"zielen") als möglichen Wortursprung.

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Man lernt eben täglich hinzu.

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Atari ist sogar eine ziemlich gebräuchliche Spielsituation in Go. War btw. in meinen besten Zeiten glaubwürdiger 14 kyo auf kiseido.com, was sich im Bereich ambitionierter Anfänger aber nicht komplet naiv bewegt.
Die Spielsituation beruht sehr vereinfacht gesprochen inhaltlich darin, dass der Gegner im nächsten Zug reagieren wird (gote) und man selbst in Vorhand bleibt (sente). Oder der Gegner baut selbst eine eigene stärkere Bedrohung auf. Go ist halt komplex.
Meine Go Bücher mögen ein bischen übertreiben, aber das Spiel ist vielen Japanern, Koreanern und Chinesen sehr präsent.
Adobe ist afaik auch eher gesamt-kastilisch als mexikanischer Modismus.

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Aber jedenfalls nicht der Name eines Flusses. Dass Atari auf Hawaii-Polynesisch "Angriff" heißt und im Hinblick auf die Entwicklung von Computerspielen gewählt wurde, las ich so um 1980 in einem Geo-Heft zum Thema Silicon-Valley.

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Einen Fluss
namens Adobe Creek scheint es zu geben.

Und angeblich ist er tatsächlich Namenspate:
http://www.google.de/search?hl=de&q=adobe+creek&btnG=Google-Suche&meta=

Wobei natürlich klar ist, das Informationen aus dem Web immer so eine Sache sind, insbesondere bei Dingen, die urban-legend-verdächtig sind.

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Sehr interessant. Die Version, die ich kannte, aber das ist bereits urban legend, ist, dass alle Programme des Konzerns wie Bausteine zueinander passen, eben wie Ziegel.

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"wie Ziegel"
Also die Begründung klingt mir nun wirklich sehr danach, als ob jemand schon von der Ziegel-Story überzeugt war und nachträglich überlegt hat, wieso sich ein Konzern nach Lehmquadern nennen könnte.

Da erscheint mir der Fluss hinterm Haus des Firmengründers plausibler.

Was aber nicht unbedingt was heißen will, siehe Atari, wo wir mittlerweile 3 Varianten haben, eine an und für sich so gut bzw. schlecht wie die andere. Der Pluspunkt der Hawaii-Geschichte ist natürlich die Quelle, so du dich denn richtig erinnerst. Zumindest ich würde dazu neigen, da der GEO eher zu trauen als der Wikipedia.

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Dein erster Punkt überzeugt. Was meine Erinnerung an GEO angeht, da habe ich ein Gedächtnis wie ein Elefant.

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Na ja, ob zu jener Zeit alle Adobe-Programme zusammengepasst haben, möchte ich mal offenlassen. Ich nutze bisher nur Illustrator, aber ich kenne viele Leute aus Medienberufen ...

Das schöne Bild »Bausteine == Programmodule« hat so mancher Software-Anbieter genutzt. Meist wurden die Bausteine so geformt, dass man möglichst viele davon kaufen musste ;-)

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Na ja, aber Photoshop, Acrobat, Illustrator, Indesign und Framemaker sind schon eine unschlagbare Kombination - die es allerdings noch nicht gab, als die Firma ihren Namen bekam, da liegt der Hund begraben.

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Natürlich: Heute ist das schön zusammengewachsen. Aber zu der Zeit, als man Adobe mit dem Lehmziegel in Verbindung brachte -- gab es da überhaupt schon PDF?

Ich bekomme nächste Woche eine etwas »vergünstigte« Lizenz für die Creative Suite -- noch in der aktuellen Version, das Testen der neuen Version überlasse ich anderen ;-)

Allerdings verdiene ich mein Geld auf diesem Gebiet immer noch mit automatisiertem Satz (Stichworte: XML in allen Variationen, XSLT, LaTeX & Co.). Ich bin ja gespannt, wie sich InDesign seit meinen ersten Versuchen weiterentwickelt hat.

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ohje... hobbygrafiker unter sich.... ;-)

(nicht bös' gemeint)

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Was die Grafik mit Illustrator betrifft, ist es nur ein Randbereich meiner Arbeit: Schemata, Datenflusspläne und Bearbeitung von PostScript-Dateien aus anderen Programmen.

Was den Satz betrifft, ist es schon eine professionelle Sache. Meine Hobbys liegen aber garantiert ganz woanders ;-)

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Jolly:
(nicht bös' gemeint)
Lüg doch nicht!

Im Übrigen habe ich das mit dem Fluss mal in einem Interview gelesen und bin Anhänger dieser These.

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