Freitag, 29. Januar 2021
Coronamaßnahmen und die Grenzen der Demokratie oder: warum tun die Gerichte nichts?
Sehr interessante Betrachtungen und Überlegungen in der ZEIT:

https://www.zeit.de/2021/05/corona-politik-verwaltungsgericht-grundrecht-lockdown-pandemiebekaempfung/seite-2

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Sehr lesenswert! Wegen des mangelhaften Schutzes der Alten entzieht man allen die Grundrechte.
Was ein Glück, dass es in der "Zeit" steht. Eine solche Äußerung hier, und die Paladine der Staatstragung gingen stracks auf die Barrikaden.

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wieso die verhältnismässigkeit sollte jeden tag auf dem tableau stehen
und aus jeder sicht betrachtet werden.

die problematik der gerichte ist aber die:
wenn ich die verhältnismässigkeit sehr eng auslege was könnte ich damit für einen schaden anrichten?

wenn ich die grausigen verhältnisse in irland und portugal sehe so hatten die ja über dezember eine sehr lockere einstellung aufgrund ihrer niedrigen zahlen und die heutige scheisse kam dabei raus mit dem ergebnis wesentlich drastischer freiheitseinschränkungen als hier in deutschland

das würde ich mich als richter auch sehr bedeckt halten

der satz: "Wegen des mangelhaften Schutzes der Alten entzieht man allen die Grundrechte." unterstellt erstmal das die alten nicht ausreichend geschützt werden und polemisiert "entzieht man allen die grundrechte"
ja das ist wie bei einer der leib und magenseiten des chronisten/some1
z.b.
"Veröffentlicht am 29. Januar 2021 vom
Paul-Ehrlich-Institut: 3.404 "unerwünschte Reaktionen" nach Impfung
https://www.corodok.de/paul-ehrlich-institut-2/"

das der begriff "unerwünschte reaktionen" auch unannehmlichkeiten wie: verspürte schmerzen nach den einstich enthält ....

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Kaum sage ich "Paladine der Staatstragung", und schwuppdi ist schon einer da.

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ach ein zitterwolf als staatstragend und paladin einzuordnen mag ja jedem unbenommen sein
entscheidend sind die zahlen und die sind in irland und portugal nach kurzzeitigem übermütigem freiheitsgebrauch zum kotzen und das ergebnis ist eine viel drastischere freiheitseinschränkung
sowas will ich hier nicht erleben. warteschlangen von krankenwagen vor krankenhäusern.

das sollte dir doch einsichtig sein

jezz brennt in belgien noch der baum durch dieses GB-virus und dann knallt die 3. welle rein anfang märz
wenn es in belgien herumtobt zu 25% wie jetzt hat es NRW in kürzester zeit - so ist die sachlage - wir sind doch nicht helgoland wir haben 18 millionen einwohner und sind das grösste bundesland und bisher immer offene grenzen

was hat das virus mit paladinen zu tun?
das sind sachzwänge!
wenn es zur 3. welle kommt fliegt uns die scheisse um die ohren!
und da kommst du mit irgendwelchen peripheren freiheitseinschränkungen als ob die einer mutwillig verlauten würde um sich als söder aufzuspielen

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Es geht hier nicht um Staatstragung (was auch immer das sein mag - Staatszerstörung in einem demokratischen Rechtsstaat wäre übrigens ganz zu recht justizialbel: wir sind schließlich nicht in Schnellroda oder bei Höckes unterm Sofa), sondern um Argumentation sowie um politische und juristische Güterabwägung. Ein Gemeinwesen ist in der Tat in der Moderne in einem Staat organisiert und nicht in irgendwelchen Redekreisen, die Wünsch-dir-was spielen. Die BRD ist, wie schon Adorno wußte und schätzte, weitgehend ein Rechtsstaat, auch wenn der alte SPD-Wähler Teddy mit manchem nicht einverstanden war und zu recht vielfach warnte und mahnte. (Achtung auch hier: Die Negation der Aspekte A, B und C, heißt nicht „Negation von alles“ und muß auch nicht bedeuten, Negation von D, E und F.)

Daß der Staat es nun einmal nicht so macht, wie der Nörgler es sich vorstellt, ist leider dabei nicht ganz zu vermeiden. Zumal wenn in diesem Staat rund 80 Millionen Menschen leben, ist davon auszugehen, daß es da unterschiedliche Sichtweisen gibt, die nicht alle der des Nörglers gleichen. Wir Nicht-Dogmatiker nennen sowas Pluralität.

Das einzige, womit aber in der Tat kein Staat zu machen ist, sind Vergröberungen („entzieht man allen die Grundrechte“). Irgendwie seltsam nur, daß trotz des Entzugs der Grundrechte alle munter drauflos labern, daß Demos stattfinden, Katholiken und Protestanten, Juden und Muslime vom Staat nicht verfolgt werden, Briefe nicht geöffnet werden, Menschen auf die Straße gehen, einkaufen gehen, spazieren gehen. Niemandem ist es verboten, seine Meinung zu sagen. Seltsam, daß die, die immer murren, hier würde die freie Rede unterdrückt, jene sind, die dies laut und deutlich und überall aussprechen können.

Wenn man die Kritik einfach eine Nummer kleiner und damit auch gründlicher fährt und nicht mit Atomraketen auf Ameisen schießt, dann könnte bei solch einer Kritik auch etwas herauskommen. Willst Du nicht mal wieder auf den Pfad der Vernunft zurückkehren, Nörgler und das machen, was Du gut kannst, nämlich sachbezogene Detailkritik?

Es steht im übrigen, wenn man sich die Funktionen von Josef Franz Lindner ansieht, zu vermuten, daß der Mann nicht nicht-staatstragend ist, sehr wohl aber in einigen Aspekten den Staat kritisiert. Ob Lindners Gründe im Sinne des Rechts überzeugen, müssen Juristen entscheiden. In der Sache selbst überzeugen mich viele der von Lindner genannten Aspekte nicht – auch aus den von blauermond genannten Gründen.

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Es geht nicht um die Abschaffung aller Grundrechte
sondern um die monate-, vielleicht jahrelange Suspendierung einiger nicht gerade trivialer Grundrechte ohne Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes.

Dieser wird weitgehend weder von der Regierung noch von der Justiz beachtet.

Dazu kommt - was bersarin ja bekanntlich gar nicht mag - eine ständige Verschiebung der Torpfosten.

Die nächtliche Ausgangssperre in München wurde für den Fall verhängt, das die wöchentliche Inzidenz auf über 200 steigt. Das war am 9.12. soweit.

Inzwischen ist sie auf ein Drittel, etwa 62, gefallen. Die Ausgangssperre gilt weiter.

Es reicht nicht aus zu konstatieren, dass der Staat und der noergler unterschiedliche Auffassungen haben. Wenn der Staat Grundrechte so massiv einschränkt, ist er detailliert in der Rechtfertigungspflicht.

Pauschale Begründung, eine bestimmte Grundrechtseinschränkung verringere die Zahl der Infektionen und ist allein damit rechtens reicht nicht. Damit könnte man das Grundgesetz auch gleich komplett suspendieren.

Unverletzlichkeit der Privatwohnung? Warum nicht der Polizei ein pauschales Durchsuchungsrecht rund um die Uhr gewähren? Senkt ganz bestimmt die Infektionen.

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der staat in NRW oder niedersachsen ist aber ein anderer als in bayern
der bayrische sonderweg ist für nichtbayern schwer nachvollziehbar

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Und schwuppdi ist schon der zweite da.
Lies doch, Bersarin, erstmal den von Che verlinkten "Zeit"-Artikel, bevor Du Deine ignoranten Redundanzen perseverierst.

Bürgerlich-immanent betrachtet, was meine Sache ja so nicht ist, findet "Staatszerstörung in einem demokratischen Rechtsstaat" etwa durch die "Verzwergung der Parlamente" (Prantl) zugunsten der vom Taumel der Macht wohlig erfaßten Exekutive statt, oder durch die demokratieentleerende symbiotische Komplizenschaft von Politik und Big Pharma, die zwar horrende Steuergelder kassieren, jedoch die Produktionskapazitäten nicht ausweiten, weil das nicht profitabel wäre. Deshalb werden auch die Patente nicht freigegeben, wodurch vorhandene Produktionskapazitäten genutzt werden könnten, die aber ungenutzt bleiben wegen der Patentsperre.
Das und nichts anderes sind die Gründe für Impfstoffknappheit und hohe Kosten pro Dosis. Und das sind die Gründe dafür, dass die staatliche Impf"strategie" aktuell in dem Zustand sich präsentiert, in welchem wir Geschirr nach dem Polterabend vorfinden. Die dadurch versursachten Lasten werden beim Bürger abgeladen, durch Lockdown und Grundrechtsentzug.
So sieht sie aus, die von Bersarin gelobte "politische und juristische Güterabwägung".

Eingeschränkt, teilweise auf Null, sind das Grundrecht auf Freizügigkeit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Berufsfreiheit, Bildung. Das sind keine "Ameisen"!
Gerhart Baum (FDP), Ex-Innenminister und ansonsten weder Alubommel noch Reichsbürger, fordert ein Verfallsdatum aller Maßnahmen von zwei Monaten "in einer Situation, in der Eingriffe in Grundrechte stattfinden wie nie zuvor".

Über den in paladinesken Staatstragungskreisen besonders beliebten Paragraph 28 des Infektionsschutzgesetzes sagt er: "Er ist nicht verfassungskonform" und "Das Parlament gibt damit Rechte aus der Hand, ohne das Ausmaß genauer zu bestimmen. Der Paragraph stellt Anforderungen, wie sie etwa die Polizei an Hütchenspieler hat, die die Kölner Domplatte nicht mehr betreten sollen. Er muss unbedingt den Anforderungen des Grundgesetzes angepasst werden, wie die Opposition das vergeblich verlangt hatte."

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wer entwickelt denn noch ein impfmittel wenn ich die patente sofort danach freigebe?
keine müde sau. wer investiert dann? keine müde sau
also so einfach ist das nicht

wir sind aber zur beruhigung des nörglers durchaus in der lage mit dem knüppel zu drohen und das sollte doch schon ausreichend sein und stärkt jede verhandlungsfreude
deshalb wird ja auch in zukunft so mancher betrieb der es kann diese mittel produzieren nur er muss es auch können und daran hapert es zur zeit. im sommer wird es anders aussehen.
nehme der nörgler das zur kenntnis statt hier ideologische irrlichter zu malen!

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Dort, wo nicht nur der Mond blau ist,
stellt man längst beantwortete Fragen: "wer investiert dann?" Genau der, der gerade eben investiert hat: der Staat. Darum geht es doch.

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der staat war mitinvestor bei einigen beteiligten
darum kostet ja auch nur eine dose bei astra zeneca 1,70 euro und die haben in ihre verträge geschrieben falls sie verlust machen sollten das der staat das ausgleicht
aber den impfstoff selber kann natürlich der staat nicht selbst entwickeln und wenn jeder möglicher finanzieller profit wegfallen würde für ein unternehmen hätten wir den impfstoff in 10 jahren
da muss man schon sachbezogen denken

so toll sehen die aktienkurse bei pfizer nicht aus das man meinen könnte die würden horrende gewinne einstreichen

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Prinzip Nörgler: Man nehme eine große Rührschüssel, packe alles hinein, was einem gerade einfällt und dann schalte man den Mixer an.

"Eingeschränkt, teilweise auf Null, sind das Grundrecht auf Freizügigkeit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, ..."

Aha und wo kann jemand seine Religion nicht frei wählen? Gehen durch des Nörglers Wohnort Truppen der Religionspolizei? Sind wir im Iran oder in China in den Uigurengebieten? Oder im Irak? Wo wurde das Recht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt? Erst heute fand in Berlin ungehindert eine große Demonstration gegen die Flüchtlingssituation samt den Zuständen in den Lagern an den EU-Außengrenzen und in Moria statt.

Was nun konkret das "Grundrecht auf Freizügigkeit" ist, würde mich auch interessieren. Freizügig im Bikini im Winter nicht mehr auf dem Balkon sitzen? Freizügig im Supermarkt nicht mehr Rosenthaler Kadarka unter dicken Daunenjacken mitgehen lassen? Ach, stimmt, das ist eh verboten. Man darf ihn aber kaufen. Oder aber bessere Weine in den ebenfall hier in Berlin geöffneten Delikatessengeschäften. Fragen über Fragen. Pauschalisierungen über Pauschalisierungen.

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Und noch ein Punkt, was die Grundrechte betifft: Wenn die Einschränkungen nicht zurückgenommen werden, nachdem die Pandemie eingedämmt oder vorüber ist, dann haben wir in der Tat ein Problem. In dieser Hinsicht zu warnen und wachsam zu sein, ist richtig. Da aber dieser Rechtsstaat und seine Gewaltenteilung eine Vielzahl an Mechanismen haben, um Alarm zu schlagen, gibt es im Augenblich wenig Grund zur Sorge. Auch deshalb nicht, weil sowohl die Medien wie auch eine Vielzahl der mündigen Bürger auf diese Dinge ziemlich genau schauen.

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Prinzip Bersarin: Man phantasiere Nichtexistentes, um die Nichtexistenz von Existentem zu beweisen. -

"Was nun konkret das "Grundrecht auf Freizügigkeit" ist, würde mich auch interessieren."
Hätte es Dich schon früher interessiert, wäre Dir womöglich der Artikel 11 des Grundgesetzes bekannt. Wer hingegen unter "Freizügigkeit" nur Titten, Ärsche und Saunaclub versteht, kann sich bei Staats- und Verfassungsthemen leicht überheben.

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Nein, die Saunaclubs sind leider nicht geöffnet. Aber das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit und auch das auf Religionsfreiheit sind weiterhin gewährleistet. Sogar ist es möglich, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Aber vielleicht kannst Du ja belegen und zeigen, daß man nicht mehr demonstrieren und daß Menschen ihre Religion nicht mehr frei wählen dürfen.

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Der Art 11 GG lautet übrigens komplett zitiert wie folgt:

(1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.

(2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist."

Verwahrlosung ist im Augenblick zum Glück nur bei einigen wenigen intellektuell zu beobachten. Da können wir dann noch zufrieden sein.

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"Wer hingegen unter "Freizügigkeit" nur Titten, Ärsche und Saunaclub versteht, kann sich bei Staats- und Verfassungsthemen leicht überheben."

Das sehen im übrigen Hegelianer mit Foucaultdrall in den Darkrooms der Groß- und Kleinstädte naturgemäß anders. Wir pflegen da immer zu sagen: erst Geschlecht, dann Recht.

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Ich solle belegen und zeigen, "daß Menschen ihre Religion nicht mehr frei wählen dürfen."
Diese Verfahrensweise meinte ich, als ich sagte:
"Prinzip Bersarin: Man phantasiere Nichtexistentes, um die Nichtexistenz von Existentem zu beweisen."
Zur Religionsfreiheit gehört nämlich auch die Ausübung der Religion, und die ist eingeschränkt, wo nicht gänzlich untersagt. Selbstverständlich weiß Bersarin das. Er möchte nur weiterhin rechthaberisch rumquengeln.

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Natürlich mußt Du eine aufgestellte Behauptung belegen. Oder denkst Du, daß ich diese Arbeit für Dich übernehme? Insofern kannst Du Dir Deine Sophismen von der Nichtexistenz vom Existenten sparen. Auch die verdecken nicht Deine Belegpflicht. Schließlich ist es ja in einer Diskussion so, daß Du andere überzeugen willst. Und das geht nicht mit Behauptungen. [Daß es im übrigen durchaus Probleme und Fragen an bestimmte Maßnahmen gibt, steht dabei nochmal auf einem ganz anderen Blatt und der von che verlinkte Artikel enthält einige Aspekte, über die man sprechen muß. Aber nicht in der Weise von Pauschlisierung, wie Du es betreibst. Sowas erledigt sich eben nicht mit der Keule, sondern es bedarf eines analytisch genaueren Bestecks.)

Die Ausübung der Religion ist in Teilen eingeschränkt. Nicht aber die Religion als solche. Und damit auch nicht die Religionsfreiheit. Da liegt der zentrale Unterschied. Bedingt ist dies durch eine Notsituation und nicht aus Willkür – auch diesen kleinen Unterschied empfehle ich zur Beachtung. Aber wenn man um steiler Thesen willen es zuspitzen muß, dann kommt eben Unklares heraus. Ich habe es Dir schon einmal geschrieben: einfach mal ein paar Gänge runterschalten. Wieweit man solche Schließungen für richtig oder falsch halten kann, ist dabei nochmal ein anderes Thema.

Und daß man diese Frage nach den Grundrechten auch sachlich und durchaus kritisch sehen kann, zeigt Heribert Prantl in einem Interview in der BLZ. Einige der Aspekte sind unbedingt bedenkenswert. Allerdings sollte Prantl dann auch sagen, wie und auf welche Weise Menschen geschützt werden können. Wir haben hier eine Situation, die es in dieser Form und bisher nicht gab. Und das Virus verbreitet sich nun einmal durch Übertragung.

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/heribert-prantl-ich-hoffe-dass-die-gesellschaft-aufwacht-li.136339

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Und auch zur Bewegungsfreiheit des von Dir genannten Art. 11. GG habe ich Dir hier den kompletten Wortlaut des Artikels eingestellt. Man sollte nicht einfach nur die Teile sich herausgreifen, die einem gerade in den Kram passen. Wir haben es hier mit einer vorübergehenden Einschränkung einiger Grundrechte zu tun. Geschuldet ist dies nicht einer Willkür, sondern einer Pandemie, die die Gesellschaft im ganzen betrifft. Wie im GG genannt.

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Es geht im Artikel und in den kritischen Beiträgen aber nicht darum, dass der Staat - wie im GG legitimiert - Grundrechte im Falle eine Seuche nicht einschränken darf. Er darf dies zweifellos.

Es geht um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen während einer Pandemie, die zwar besorgniserregender als die Grippe ist, aber eben auch nicht Ebola oder die Zombie-Apokalypse.

Und wenn Bürger diese Verhältnismäßigkeit durch Klage vor Gericht in Frage stellen, hat die Justiz dies vernünftig zu prüfen und nicht mit einem pauschalen "ist halt Seuche" abzubügeln.

Sonst werden die staatlichen Maßnahmen immer unverhältnismäßiger und das rechtsstaatliche Empfinden stumpft weiter ab.

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Die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen werden meist strittig beurteilt. Im Vergleich zu Frankreich und Italien sind die Maßnahmen hier eher moderat zu nennen.

"aber eben auch nicht Ebola oder die Zombie-Apokalypse."

Stichwort Portugal. Da hilft nun die gute alte deutsche Bundeswehr aus. Das Problem dieser Seuche ist, ich habe das hier schon mehrfach geschrieben, die Ansteckung, die im Prinzip jeden treffen kann. (Und Ebola war in dem Sinne keine Pandemie für Europa, weil die Ausbreitungswege eingeschränkt waren. Insofern ist Ebola im Effekt anders als Covid-19.) Wenn Pfleger, Ärzte, Krankenhauspersonal, Feuerwehr (und auch die Polizei) erkranken, dann haben wir ein erhebliches Problem. (Siehe Portugal. Hier sind also besondere Maßnahmen zum Schutz dieser Gruppen nötig.) Man kann natürlich auch alles so weiterlaufen lassen. Aber die Frage des Weiterlaufens in der Wirtschaft erledigt sich dann von alleine, wenn ganze Firmen ausfallen, weil die Belegschaft angesteckt ist und entweder zu Hause in Quarantäne oder aber im Krankenhaus ihre Zeit verbringt. Ich weiß nicht, ob diese jetztige Form des Lockdowns mit dem Schließen von Friseuren und Kaufhäusern, Restaurants, Museen wirklich zielführend ist. Im Augenblick zumindest sinken die Zahlen im Vergleich zu den Wochen davor. Und ein Ziel solcher Maßnahmen ist eben auch, daß die Leute zu Hause bleiben und wenig Anreize haben, in die Innenstädte zu fahren.

Es ist sicherlich so, daß man nicht völlig an der Bevölkerung vorbei die Maßnahmen machen kann. Deren Durchsetzung lebt auch von der Akzeptanz. Andererseits richten sich Maßnahmen aber auch nach Erfordernissen und Situationen. Und in einem Gemeinwesen mit mehreren Millionen Menschen wird es immer zu Interessenkonflikten kommen und nicht jedem wird alles recht sein. Auch das muß ein Staat aushalten. Am Ende sind solche Maßnahmen eine Sache für die Gerichte, und das wird ggf. bis zum BVerfG gehen. Und manchmal werden von Gerichten Entscheidungen getroffen, die ebenfalls nicht für alle Menschen nachvollziehbar sind. Ein demokratischer Rechtsstaat lebt davon, daß man dies akzeptieren muß, auch wenn man anderer Ansicht ist.

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Es geht aber nicht darum, dass "die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen strittig beurteilt werden", sondern dass sie von der Politik kaum begründet und vor Gericht kaum eine Rolle spielt.

Und wenn die Gerichte alles durchwinken bzw. eine angemessene Prüfung auf unbestimmte Zeit verschieben, fühlt sich die Exekutive ermutigt, immer weniger auf eben diese Verhältnismäßigkeit zu achten.

Wenn die Verhältnismäßigkeit einiger Maßnahmen (wie z.B. die nächtliche Ausgangssperre), gar nicht mehr nachzuvollziehen ist, werden zunehmend auch sinnvolle Maßnahmen nicht mehr akzeptiert. Mit Verboten und Strafen funktioniert das aber nicht.

Und wenn Millionen vor dem Ruin stehen, ist es reichlich zynisch, damit zu argumentieren, dass der Staat es halt nicht allen recht machen könne.

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das kann man sehr schön an der kita festmachen
in nrw ist die zu 30% im schnitt belegt aber in der spitze kommen schon 75% raus

da gehen jetzt wegen dem GB-virus die betreuer auf die barrikaden weil sie nicht dem virus zum frass vorgeworfen werden wollen

da ist dann guter rat teuer
eine möglichkeit wäre die in die erstimpfung von astra-zeneca einzubeziehen um sie zu besänftigen
da hilft nur pragmatismus

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"Und wenn Millionen vor dem Ruin stehen, ist es reichlich zynisch, damit zu argumentieren, dass der Staat es halt nicht allen recht machen könne."

Das eine sind die Maßnahmen, das andere der fehlende finanzielle Ausgleich. Auch das habe ich immer wieder hier geschrieben: Wer den Leuten die Bude dicht macht, der muß (oder sollte) auch für den finanziellen Ausgleich sorgen. Und wenn die Novemberhilfen in Berlin im Januar immer noch nicht eingetroffen sind, so ist das unmöglich und führt ganz gewiß nicht zur Akzeptanz.

Das Prüfen von Maßnahmen ist komplex. Was einfach klingt, ist es nicht. Restaurants,Kaufhäuser etc. pp. werden ja nicht nur geschlossen, damit die Leute nicht einkaufen gehen, sondern auch, damit das Haus so wenig wie möglich verlassen wird. Und da gibt es keinen Königsweg, der es allen recht macht.

In Berlin etwa, wo es viele Feierwütige gibt, ist eine nächtliche Ausgangssperre sehr wohl zielführend.

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Da muß ich blauermond mal recht geben. Es gibt Maßnahmen, da muß der Staat schneller und vor allem flexibler und auch pragmatischer agieren.

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In dem Artikel geht es darum, dass die Gerichte sich so gut wie gar keine Mühe geben, die Verhältnismäßigkeit zu prüfen.

Die Münchner (und später bayernweite) nächtliche Ausgangssperre wurde so gut wie gar nicht begründet. Das einzige Merkmal, auf das sie sich konkret stützt, war eine Wocheninzidenz für München von über 200. Derzeit liegt diese bei 64. In manchen Landkreisen liegt sie unter 30. Auch dort keine Aufhebung.

Jetzt gibt es eben raunende Verweise auf Portugal und - noch beunruhigender - Aussagen, dass man über erhebliche Erleichterungen erst reden könne, wenn die große Mehrheit der Bevölkerung durchgeimpft sei.

Was aufgrund von tatsächlichem Staatsversagen vor Herbst nicht der Fall sein wird. Und dann wird wahrscheinlich "nachgeimpft" werden müssen wegen Mutation.

Ihr scheint offenbar nicht zu kapieren, in welches wirtschaftliche und demokratiezerstörende Desaster wir gerade ohne jegliche Kontrolle rasen.

Der Staat darf offenbar jeden grundrechteinschränkenden Blödsinn anordnen, ohne dafür Rechenschaft abzulegen.

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ich versteh das nicht warum bayrische verhältnisse auf den rest deutschlands übertragen werden
es muss heissen: die bayrische staatsregierung und nicht "der staat"

wenn sich die bayern in ihrer mehrheit einem idioten der kanzler werden will willfährig unterwerfen inklusive falschsitzen auf parkbänken ist das die sache des bayrischen volkes
was haben wir in NRW mit diesem trottel zu tun? wir haben ganz andere probleme
das der söder sich für "den staat" hält will ich schon glauben

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Haut mich wegen Themenverfehlung.
"Was wir schnell lernen müssen, ist mit solchen Sachen zu leben - ja und auch zu sterben.
Vollkasko wird hier nicht funktionieren.
Wir leben z.B. auch mit zehntausenden Toten p.a. durch Krankenhauskeime.
An der Minimierung dieser Zahl muss gearbeitet werden, aber will deswegen die Krankenhäuser abschaffen oder dauerhaft Patienten nur in besonders schlimmen Fällen noch da hin lassen?"
Das ist aus einem Kommentar zu einem Welt-Artikel über Kretschmer und dieses "Dialogformat": https://www.youtube.com/watch?v=tZzxk4WOEwA&feature=youtu.be
Also nicht ganz das Belgische Eck. Bis auf Söder kenn ich ja eure MPs nicht, aber das schau ich mir jetzt an.

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"... und was tut die Obrigkeit/die Regierung/die Polizei dagegen?!?"

Spießerrhetorik.

Direkt aus dem Leben gegriffen: Vorne alle Schaufenster zugeklebt, "Wir renovieren für Sie!", hinten Backdoor und voller Parkplatz. Wat geit meck datt an, segg ich.

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manhartsberg da gehen wir im gegensatz zu holland
die da sehr restriktiv sind viel zu locker mit um aber das ist doch kein grund diese lockerheit auf andere bereiche auszuweiten

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Das Problem ist nur, dass restriktiverer Umgang mit der Krankenhauskeimproblematik keine vergleichbaren Kollateralschäden anrichtete und trotzdem nicht in Angriff genommen wird. Und auf "locker" möchte ich auch nicht hinaus, sondern auf zielorientierter.

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manhartsberg es wird sicher noch viele andere problematiken geben
nur ob das jetzt der richtige zeitpunkt ist die zu thematisieren will ich dahingestellt sein lassen

erstmal gilt es das covid-problem zu händeln!

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So wie South Dakota;)

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ach die propaganda south und nord dakota
ich dachte trump wär jezz beim golfen
erläutere mal die problematik
weil wenn man nicht jeden tag mit hörnern rummläuft dann verstehn das die mitleser nicht
mir is schon klar worauf du ansprechen willst

also was war mit south und nord dakota?
aber bedenke flotter hirsch das man keineswegs unterschiedliche strategien mit identischer akzeptanz - nichtakzeptanz der bevölkerung abgleichen kann

da wähl doch lieber die zahlen in finnland schweden und norwegen
liegt doch viel näher und haben eine bessere datenlage

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Ich spiel nur auf die frohe Sonntagsbotschaft des Chronisten an, hab gegoogelt und das gefunden: https://www.worldometers.info/coronavirus/usa/south-dakota/ , rumgehirscht bin ich dort noch nie, also erklärs Du mir. https://www.worldometers.info/coronavirus/usa/north-dakota/

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ne erklärs du mir
.

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"Das Problem ist nur, dass restriktiverer Umgang mit der Krankenhauskeimproblematik keine vergleichbaren Kollateralschäden anrichtete und trotzdem nicht in Angriff genommen wird."
Guter Hinweis, starkes Argument!
Klar, dass Ziwo das rasch wegwedeln möchte.

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Wir stellen auch keine Kerzen für die an Krankenhauskeimen Verstorbenen ins Fenster.

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noergler das ist wie äpfel mit birnen
wann kommen denn die hungertoten durch den kapitalismus in deutschland?
und dann entfernen wir uns immer weiter vom problem aber egal jeder will sein süppchen braten mit dem virus
ideologisch und hassbeseelt

corona ist eine krise und an dieser krise laben sich die die meinen ob zu recht oder unrecht ihnen könne sie nichts anhaben
sie irren sich aber es bleibt ihnen in ihrer dummheit unbenommen

also wird von diesen unterbelichteten von extremrechts bis extremlinks gemeint man hätte einen generalschlüssel namens corona mit dem man die gesellschaftssysteme in europa aushebeln könne?

das bleibt diesen irren unbenommen
versuchen kann mans ja
aber von erfolg wird es nicht gekrönt sein
hätte selbst markus wolf konstatiert
aber der hatte es ja auch mit diesen mielkes zu tun

ich schätze mal noergler corona eignet sich nicht zur revolution! das man zu jedem strohhalm greift das kann ich mir natürlich gewärtigen

aber zur sache:
corona ist kein krankenhauskeim!
corona ist auch nicht der mit falschem saatgut ausgerüstete in indien der sich danach verbrannt hat
corona ist auch nicht die vernichtung ganzer städte in syrien
und corona ist auch nicht die ursache für das flüchtlingsproblem in lampedusa

es ist ein virus sonst nix
wollen wir uns damit abfinden avantgarde und noergler? nochnichmal ein lebewesen sondern ein vorform davon

und da widmen wir uns diesem teil wo wir übrigens auch raus entstanden sind in der menschwerdung und befrieden es und machen es nicht zu einem kampfinstrument für irgendwelche ziele für die es wirklich ungeeignet ist

das wird doch noch möglich sein

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Ich möchte den Thread an dieser Stelle gerne zumachen, ehe das wieder ins Haltlose abdriftet.

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che aber man kann doch vielleicht noch erzählen
das ein virus kein instrument der weltrevolution ist sondern seinem wesen nach sich nur vervielfältigen will um weiterzuleben
aus ureigenem zweck

und das dieses dämliche teil noch nicht den weg in die nase gefunden hat wo sich alle damit abfinden und nix dagegen tun als schnupfen und es flott auf ewigkeit sein dasein fristen kann
aber wie der söder in inkompetenz sich parkbänke in leber magen darm hirn und herz aussucht
das ist doch das problem

wird man doch wohl noch sagen dürfen
und dann darf man doch bei diesem minderbemitteltem virus wie seiner menschlichen sympathisanten hilfreich sein

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Niemand behauptet der Virus sei ein Werkzeug der Weltrevolution. Und als ich seinerzeit eine Verbindung zwischen fder Verbreitung des Virus und der durch den tendenziellen Fall der Profitrate angeheizten permanenten Modernisierung thematisiert war das Sozial- und Umweltgeschichte, wie sie in historischen Seminaren diskutiert wird.

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ach che ich hab den chronisten mit dem virtuellen kh in nrw konfrontiert
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/113-001l_S2k_Empfehlungen_station%C3%A4re_Therapie_Patienten_COVID-19_2020-11.pdf

er meint die uniklinik aachen und münster die da federführend sind ja die leute die patienten behandelt haben von italien bis niederlande und frankreich hätten keine ahnung vom wirklichen treiben diese virus egal ob diese beiden uni-kliniken einen weltruf haben oder nicht
sie würden im nebel tappen und hätten nicht das urteilsvermögen eines chronisten

so langsam sollte man ihn für den medizin-nobelpreis ins auge fassen

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"Ich möchte den Thread an dieser Stelle gerne zumachen, ehe das wieder ins Haltlose abdriftet."

Wenn Du Hooligan ziwo unverdrossen wieder einen Thread nach dem anderen zumüllen lässt, musst Du Dich nicht wundern.

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Ab hier wurde gelöscht.

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auch manhartsberg some1 fritz chronist und das weitere erspar ich mir
da haste ja noch viel zu tun
im grunde redest du nur mit dem da:
https://createurbadminton.blogger.de/

ich bewundere seine dominanz bei blogger.de und seine arbeitsleistung
einsatz ist alles
ein wahnsinniger
die stunde wo frühstück mittagessen oder abendessen ist könnte dir ein hooligan ziwo minutiös ausmessen
aber von mathematik hälst du ja nix
jeder glaubt das was er will

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Hab das Gelöschte nicht gelesen, da ich in dem Zeitraum durch hierorts eher unübliche Wallfahrten abgelenkt war. Daher erscheint mir die Überleitung zu Herrn S. nicht ganz schlüssig. Wahnsinn ist allerdings eine Zuschreibung, mit der ich vorsichtiger wäre. Aber vielleicht klärt mich jemand auf.

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@blauermond, ich lösche Dich wie gesagt nicht weil Du der Ziwo bist. Ich lösche Trollbeiträge. Vieles was Du schreibst finde ich vernünftig, Deine Arbeit beim Chronisten sogar verdienstvoll. Trollereien, besonders wenn sie in die Länge gehen und sehr viel Raum hier fordern werden aber gelöscht, übrigens ohne Ansehen der Person.

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@Manhartsberg: "Bis auf Söder kenn ich ja eure MPs nicht" ----- Dafür kenne ich keinen einzigen österreichischen Landeshauptmann. An deutschen MPs kenne ich unseren eigenen, Stephan Weil persönlich, ansonsten sind Bodo Ramelow, Ramona Schwesig, Armin Laschet, Malu Dreyer und Winfried Kretschmann in meinem Horizont sehr präsent. Von der Existenz des Berliner Regierenden Bürgermeisters Müller habe ich erst im Zusammemnhag mit der Coronakrise erfahren.

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Profis, Ratten, tendenziell
"Die Inwertsetzung des Menschen selbst, seiner Gefühle, seines Denkens, seines Körpers, das ist der Antrieb für den vielleicht letzten großen Raubzug in der kapitalistischen Entwicklung."
https://www.rubikon.news/artikel/ein-letztes-aufzucken

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Manuela Schwesig heißt die Dame. Nicht Ramona.

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Müller von den Nachdenkseiten hat hier einmal mehr recht als manhartsberg. Wenn Du Dir abgewöhnst zu Hause etwas zu essen zu machen und lieber ins Restaurant gehst, dann ist das Wachstum. Wenn Du ein Flugzeug baust, das nur halb soviel Kerosin braucht, dann bringt das auch Wachstum. In beiden Fällen steht Wachstum nicht mit Ausweitung des Resourcenverbrauchs in Zusammenhang. Im zweiten Falle freilich erzeugt derjenige Wachstum, der das Flugzeug betreibt, weil er weniger Kosten hat wegen dem Kerosin. Derjenige, der Kerosin anbietet, erleidet hingegen Verluste. Diese ganze wachstumskritische Theorie ist daher einfach Humbug.

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Die Nachfrage nach Behausung, Heizung, Kleidung und Nahrung hat nie zu- oder abgenommen. Was der Kapitalismus dagegen gebracht hat, ist, daß der Bedarf an Resourcen abgenommen, nicht zugenommen hat, um diese Grundbedürfnisse zu befriedigen. Man braucht heute viel weniger Brennstoff, um eine Wohnung zu heizen als ein Bauer vor 200 Jahren. Man braucht heute viel weniger Arbeit in der Landwirtschaft als früher.

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Lebendige Arbeit, um mit Marx zu sprechen, nicht weniger Arbeit. Die von der Maschine verrichtete Arbeit hat im Gegenteil zugenommen.

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Die nächste Ausbreitung kapitalistischer Inwertsetzung bahnt sich gerade in ganz anderer Weise an: Heute die Welt, morgen das Sonnensystem.

So sehr ich Altvater schätze, der These vom nahe bevorstehenden Ende des Kapitalismus kann ich so gar nicht zustimmen. Obwohl ich seit jeher für die soziale Revolution bin, ich sehe da zurzeit wenig Perspektive. Und bestimmt nicht in/durch die Coronakrise.

So sind sie, die Spardenker (Copyright Noergler):

Erst überinterpretieren sie seuchenpolitische Notstandsmaßnahmen zu einer Diktatur und verkleinern zugleich die Gefahr der Pandemie, dann entwickeln sie daraus Verschwörungsszenarien, und prompt sind sie beim letzten Gefecht. Einfach nur extrem überspannt, diese Leute.

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Hängt halt nicht jeder tiefenentpannt in der Steilwand. Gibt auch welche, die aus persönlichen Gründen etwas alarmierter sind, Frau Sharav z.B., womit wir wieder zufällig in Belgien gelandet wären.
Der Herr Müller? https://www.nachdenkseiten.de/?p=79170
https://www.nachdenkseiten.de/?p=79718

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Als Selbstständiger mit Personalverantwortung der von einzelen Vertragsabschlüssen lebt bin ich den Auswirkungen der Coronakrise, die sich aus Lockdowns und Abstandsregeln (Kundenbesuche) ergeben persönlich ausgesetzt. Gründe entspannt zu sein habe ich in wirtschaftlicher Hinsicht überhaupt keine.

Ich kritisiere auch viele der getroffenen Maßnahmen. Nur halte ich die Erzählung vom großen Betrug und den ach so riskanten Impfungen für Humbug.

Es ist ja richtig, dass man eigentlich einige Jahre hätte warten müssen, bis alle Testergebnisse restlos ausgewertet sind. Die Zeit hat man angesichts einer Pandemie aber nicht. Dann müsste man auch die Chuzpe haben zu sagen: "Wir nehmen jetzt einige Zehntausend bis Millionen Tote in Kauf bevor die Ergebnisse da sind." Das mutet mir an wie eine Grundsatzdebatte von Feuerwehrleuten über die richtige Löschmethode vor einem brennenden Haus, die erstmal zu Ende geführt werden muss, bevor man anfängt zu löschen.


Btw: In meiner Kindheit kam einmal im Jahr vor der Schule der Impfbus vorgefahren und dann wurde durchgeimpft ohne Vertun, ohne dass die Eltern gefragt wurden. Man fragt sich ja echt, ob heutzutage alle ein Rad abhaben.

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Dass weltweit überhaupt dermaßen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutze letztendlich in erster Linie der Vulnerablen stattfinden lässt sich im Übrigen als beachtlicher zivilisatorischer Fortschritt betrachten. Noch bei der Asien-Grippe Ende der 1950er betrachtete man das Sterben von über 70Jährigen, Herzkranken und Diabetikern als natürliche darwinistische Auslese.

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Argument paßt nicht. Leute mit Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom haben sehr wohl einen evolutionären Vorteil: Den nämlich, daß sie Zeiten des Hungers besser überstehen. Und die gab es bis nach Ende des Zweiten Weltkrieges oft genug. Wenn nicht nahezu beständig, mehr oder weniger. Leute mit metabolischem System wurden darwinistisch begünstigt. Metabolisches Syndrom wird erst wirksam, wenn die Fortpflanzungsperiode geendet hat. Wenn derartige Leute häufiger im höheren Alter an Infektionskrankheiten sterben, dann wirkt sich das metabolische Syndrom darwinistisch gesehen überhaupt nicht aus.

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Es ist ja richtig, dass man eigentlich einige Jahre hätte warten müssen, bis alle Testergebnisse restlos ausgewertet sind. Die Zeit hat man angesichts einer Pandemie aber nicht.
Jetzt muß man ein Paar Jahre abwarten, um zu sehen, ob wir nicht zu große Schäden angerichtet haben und es die Millionen Tote dann doch noch gibt. Nur etwas später. Es wäre zwar Blödsinn, jetzt auf die sichere Schutzwirkung zu verzichten, um nicht später möglicherweise erkennen zu müssen, sich ein Problem eingehandelt zu haben. Jetzt jedem Meerschweinchen eine Impfung zu verpassen, egal, ob es das nötig hat oder nicht, weil es genesen ist oder nicht zur Risikogruppe zählt, ist jedoch ebenso blödsinnig. Dann würde dem möglichen unbekanntem Risiko überhaupt kein Nutzen mehr gegenüberstehen. Dabei reden wir jetzt nur über das individuelle Risiko und nicht über die Risiken, die bei einer Massenimpfung auf eine ganze Population treffen, wie Resistenzen, die dann insbesondere vulnerable Gruppen gefährden, die die Impfung wirklich nötig haben, und die dann, wenn es darauf ankommt, ihre Wirkung verloren haben können.

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Du hast immer noch nicht verstanden, dass es bei Viren - im Gegensatz zu Bakterien - solche "Resistenzen" nicht gibt.

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Dito. Die Sache mit dem Evolutionsvorteil Diabetes mellitus - das Zucker im Blut speichern können war ein solcher weniger während der letzten Hungerperioden sondern im Pleistozän - ist ein hochinteressantes Thema, das aber völlig außerhalb des hier abgehandelten Zusammenhangs steht.

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Anhand der Unterschiede Bakterien-Antibiose und Viren-Impfungen hatte ich erklärt, wieso es diese "Resistenzen" nicht gibt, aber das scheinst Du in keiner Weise begriffen zu haben.

https://che2001.blogger.de/stories/2837112/#2837288

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Daß man Viren nicht vergiften kann, bedeutet nicht, daß es keine Resistenzen geben kann.

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Die Virusmutanten Delta und Omikron haben sich zunächst mal zu einem Zeitpunkt entwickelt, als mit den gegen Alpha bis Gamma entwickelten Impfstoffen schon geimpft worden war. Weder geschah dies in einem bestimmten mit Impfstoffen behandelten Körper, noch in einer Region, in der besonders massiv geimpft wurde. Es kann nicht als Reaktion des Virus auf das Impfen erklärt werden, sondern erklärt sich aus der extremen Mutagenität von Viren an sich. Wäre nicht geimpft worden, hätten wir höchstwahrscheinlich sehr viel mehr unterschiedliche Mutanten.
Die neuen Mutanten entstehen überall. Möglicherweise entstehen in Ungeimpften mehr davon. Und in Tieren auch. Mutationen sind keine Reaktionen auf das Impfen oder das Vergiften. Sie entstehen zufällig. Was die Impfe bewirkt, ist, daß diejenigen Mutationen bessere Bedingungen finden, die der Impfe entkommen. Wenn eine viermal geimpfte Pflegekraft einen vulnerablen Pflegeheiminsassen ansteckt, dann steckt sie ihn bevorzugt mit einem Virus an, gegen den die Impfe nicht wirkt. Das ist dann Resistenz.

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So funktioniert es nicht. Viren sind keine Bakterienstämme, nicht einmal Lebensformen, sondern sich selbst reproduzierende Proteine.

Die Selektion durch die Impfung bedeutet keine Züchtung resistenter Virenstämme, sondern die resistenten Viren bleiben einfach übrig. Viren haben keine Populationsgenetik.

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Was die Impfe bewirkt, ist, daß zunächst mal sehr viel weniger Menschen erkranken als ohne Impfung. Die Viren, gegen die die Impfung nicht wirkt, infizieren weiterhin Menschen, aber nur einen Bruchteil von der Anzahl, die ohne Impfung infiziert worden wären.

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Die Viren, gegen die die Impfung nicht wirkt, infizieren weiterhin Menschen, aber nur einen Bruchteil von der Anzahl, die ohne Impfung infiziert worden wären.
Ich muß mir einen Zettelkasten bauen. Gelesen habe ich die gegenteilige Behauptung. Daß geimpfte Personen COVID ebenso weitertragen als ungeimpfte, wenn sie sich infiziert haben (d.h. eine bedingte Wahrscheinlichkeit!) Deswegen bedeutet 2G blanke Schikane. Es blockiert praktisch die Ausbreitung von COVID nicht. Aber weil die Medienpropaganda es Geimpften einredet, glauben sie in Sicherheit zu sein, wie Streeck und Chanasit sagen, aber sind es nicht. Manche Unternehmen verlangen ja auch von Geimpften tägliche Schnellteste obwohl das mit der 3G-Regel nicht nötig wäre und sagen Veranstaltungen ab, obwohl Geimpfte teilnehmen könnten, weil das mehr bringt, als Ungeimpfte auszuschließen.

Also: Geimpfte könnten eines Tages mehr Viren ausscheiden, gegen die die Impfe nicht hilft, als Ungeimpfte, weil sie ja auch beim Geimpften nicht geholfen hat. Ungeimpfte würden weniger von diesen resistenten Viren ausscheiden, weil die Viren, gegen die die Impfe wirkt, den Viren, gegen die die Impfe nicht wirkt, die Resourcen wegnehmen und weil eine natürliche Immunität an und für sich breiter wirkt und nicht nur auf das Spike-Protein.

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Geimpfte Personen tragen in vielen Fällen COVID weiter, aber nicht ebenso wie ungeimpfte, sondern seltener und in geringerer Virendichte/Anzahl. Und es gibt keine resistenten Viren. Im Gegensatz zu Bakterienkulturen, die Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln und dadurch sozusagen "lernen", sich evolutiv zu resistenten Stämmen weiterentwickeln gibt es solche Entwicklungen bei Viren nicht. Zum Beispiel ist Omikron zwar viel ansteckender als Delta, aber viel weniger aggressiv, weniger letal (was nicht heißt: überhaupt nicht letal).

Ihm fehlt dafür die Widerstandsfähigkeit gegen die Interferonantwort die seine Vorgänger in gewissem Maße hatten, das heißt, er befällt zwar viel mehr Menschen, das zelluläre Immunsystem wird aber auch leichter mit ihm fertig. Es ist unmöglich zu sagen wohin der Virus weiter mutieren wird. Es kann sein, dass auf eine Variante, auf die der Impfstoff nicht wirkt wieder eine folgt, auf die er wirkt und umgekehrt - immerhin fehlt dem neuen Mutanten eine Stärke gegen die Immunanbwehr, die seine Vorläufer bereits hatten - ebenso, dass die nächste Variante so gefährlich wird wie Lassa, Ebola, Pocken oder Pest. Wir wissen es nicht und können es nicht voraussagen.


Dass 2 G blanke Schikane sei ist blanker Unsinn.

Nach allem was mir bekannt ist, ist die Immunität durch Impfen wirksamer als die Immunität nach einer Genesung.

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Vor allem einmal wieder ist es das blanke Gefasel eines sozis. So macht das die AfD, wenn sie die Fakten sich zurechtlügt und aus Fakten Fakes macht, so macht das Trump im Falle seiner verlorenen Wahl, so macht das Ken Jebsen, so geschieht es auf Telegram. Es werden, immer wieder, ad nauseam, Falschmeldungen, Halbwarheiten und Lügen lanciert. Immer wieder und aufs neue. Die Widerlegungen solcher Fake News schert diese Leute dabei nicht das mindetste, sie ignorieren die Widerlegungen und machen einfach weiter und behaupten eine halbe Stunde später das gleiche. Die einzige Methode, solche Verbreiter von Fake News anzugehen ist es, ihnen ihr liebstes Spielzeug wegzunehmen, nämlich das Internet. Oder eben sie aus Blogs immer wieder rauszuschmeißen. So wie das ja auch ein Gastwirt mit solchen Gästen macht, die in die Ecke des Lokals scheißen. Sie fliegen raus. Und zwar nicht aus Zensurgründen, sondern weil sie sich nicht an elementare Spielregeln halten.

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Nach allem was mir bekannt ist, ist die Immunität durch Impfen wirksamer als die Immunität nach einer Genesung.
Chanasit und Streeck behaupten das glatte Gegenteil. Die wollen 1G (nur getestet), weil das das einzige ist, was das Weitertragen der Viren manchmal wirklich verhindert. Das gilt schon für Delta. Auf Omikron wirkt die derzeitig verfügbare Impfe praktisch überhaupt nicht. Und was die Aussage der Weiterverbreitung betrifft, wird hier möglicherweise eine bedingte mit einer absoluten Wahrscheinlichkeit verwechselt.

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Wo behaupten Streeck und Chanasit das? Belege!

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Der sozi wirft Behauptungen in den Raum, um darauf dann Falschaussagen aufzubauen, daß impfen nicht wirke. Na ja, Schankwirtschaft und scheißender Gast eben.

Dirk Specht heute auf Facebook:

"Wenn ein Impfstoff 95% Effektivität gegen den Sterbefall hat, heißt das, die Sterbefälle sind 95% niedriger als bei Ungeimpften. Man mag die Daten anzweifeln, man mag Impfschäden vermuten, aber wer diese Bedeutung nicht erkennt, hat kein Brett, sondern ein Sägewerk vor dem Kopf. Die Effektivitätswerte sind immer ein VORTEIL gegenüber Ungeimpften und das inkludiert in der Gesamtstatistik auch die Genesenen. Manche scheinen alles unter 100% Effektivität als Bremsversagen zu verstehen, nur dass man mit schlappen Bremsen wohl eher mit dem Gaspedal vorsichtiger wäre und sich der Bremswirkung halt anpasst, bis es besser wird. Was ist daran so schwer?"

Weiterhin:

"Neue Studie bestätigt außerdem geringere Wirksamkeit von Impfungen und sinkende Widerstandskraft Genesener, dennoch: Die Booster-Impfung hilft"
https://www.fau.de/2022/01/news/wissenschaft/omikron-variante-weitgehend-resistent-gegen-antivirale-medikamente/

Auch hier wieder: Rhetorik und Fake News vom sozi. Geringer wirken bei Nichtgeboostert heißt nicht: Impfen wirkt nicht. Booster-Imfpung hingegen hilft.

Und zur Wirkung der Impfungen gegen Omikron hier noch ein paar weitere Fakten von Dirk Specht.

https://www.facebook.com/specht.dirk/posts/2415548201908520

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Nächste Taktik: Verschieben des Torpfostens und das Thematisieren eines Bereichs, über den vorher nicht gesprochen wurde. Hier geht es aber zunächst mal um die - wissenschaftlich nachgewiesene - Wirksamkeit des Impfens.

"Aber weil die Medienpropaganda es Geimpften einredet, glauben sie in Sicherheit zu sein, wie Streeck und Chanasit sagen, aber sind es nicht."

Machen die Medien nur leider nirgends. Auch wieder ein Satz aus der Rubrik Fake-News. Und die Manipulation des sozi: man macht selber genau das, was man anderen vorwirft.

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habe keinen Fuckbuck-Account. Kanns also nicht lesen.

Link habe ich von hier:

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Kein Torpfosten-Verschieben. Wirksamkeit gegen Delta habe ich nie bestritten. Wirksamkeit gegen Omikron: extrem schwach. Wirksamkeit gegen Ansteckung: Praktisch gar nicht vorhanden. Um letztere geht es. 2G geht ja davon aus, daß man mit Hilfe des Impfens die Ausbreitung von COVID eindämmen kann. Tut es aber nicht. Also lieber Home-Office, Veranstaltungen absagen und schnelltesten.

Endstation von Bersarins Quellen scheint Karl Lauterbach zu sein. Den halte ich für einen Scharlatan.

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"Chanasit und Streeck behaupten das glatte Gegenteil. Die wollen 1G (nur getestet), weil das das einzige ist, was das Weitertragen der Viren manchmal wirklich verhindert. " War Deine Aussage, und dazu hast Du keinen Beleg geliefert.


Bersarin zitiert u.a. Specht, diverse Universitäten und Fachzeitschriften, was sich im Übrigen mit dem sehr umfangreichen Material von Medscape, Univadis und Pflegeportal das ich hier regelmäßig verarbeite deckt.
Dazu fällt Dir dann nichts Anderes ein als Lauterbach?

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"SARS-CoV-2 überstanden" ist hier aber nicht das Thema, sozi. Sondern es geht um die Wirksamkeit des Impfens - auch gegen Omikron. Quellen wurden Dir oben genannt. Im übrigen sprechen inzwische auch die wissenschaftlichen Zahlen für die Begrenzung des Genesenenstatus. Dirk Specht wieder:

"Die Begrenzung des Genesenenstatus auf drei Monate ist mit Omicron wissenschaftlich begründbar. Nicht aber die Ungleichbehandlung zu älteren Doppelimpfungen. Die müssten ebenfalls verkürzt werden und zwar in ähnlichem Maße. Insofern ist das eine politische Entscheidung. Die sollte man als solche bewerten: Es wird weiterer Druck auf Ungeimpfte ausgeübt. Das ist wiederum wissenschaftlich begründbar, sollte aber politisch nicht überzogen werden."

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Was soll ein Fuckbuck-Account sein?
Ich arbeite überhaupt nicht mit Facebook. Meine Quellen sind wissenschaftliche Texte auf Wissenschaftsportalen, abonnierte Newsletter, Fachzeitschriften und - Bücher aus Papier, ich gehe auch mal - life, körperlich - in Archive und führe Gespräche mit WissenschaftlerInnen.

Dass Du EINEN Facebook-Link von Bersarin nicht lesen kannst sagt nichts über die gesamte Debatte aus.

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Hier im übrigen der Blog von Dirk Specht. Da finden sich wissenschaftliche Fakten.

https://dirkspecht.de/

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"Top-Virologe Alexander Kekulé kritisierte die Verkürzung ebenfalls. "Ein Genesener hat einen viel besseren Immunschutz als ein Geimpfter", so der Experte. Es gebe keine wissenschaftliche Begründung dafür zu sagen, "die Geimpften haben neun Monate Schutz, die Genesenen nur drei Monate".
Auch der Immunologe Carsten Watzl sprach sich dafür aus, Geimpfte und Genesene gleichzustellen. Dass Geimpfte länger als immun gelten als Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, sei "nicht nachvollziehbar", so der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Er glaubt nicht, dass sich die Situation durch Omikron entscheidend verändert hat. "Studien zeigen zwar, dass viele Antikörper von Genesenen die Omikron-Variante nicht mehr so gut erkennen können, und diese Personen damit kaum noch einen Schutz vor der Infektion haben", so Watzl. "Aber diese Veränderung gilt ebenso für Geimpfte. Wenn man den Genesenen-Status verkürzt, muss man das eigentlich auch für die Impfzertifikate tun."
Ähnlich sieht Virologe Hendrik Streeck die Lage, der Teil des Expertenrats der Bundesregierung ist. Zu FOCUS Online sagte er: "Ich sehe bei der Verkürzung der Genesenen-Dauer Diskussionsbedarf. Mit den verschiedenen Virusvarianten und den möglichen Kombinationen von Genesenen und Geimpften, also Genesen von einer Alpha Variante und reinfiziert mit Omikron, ist die Datenlagen natürlich unübersichtlich. Trotz allem zeigen alle Daten durch die Bank, dass im Durchschnitt der Schutz vor einem schweren Verlauf nach einer Infektion sehr gut ist. Der Schutz vor einer Infektion ist vergleichbar mit dem Schutz nach der Impfung."

"Eigentlich könnte man Genesenenstatus und Geimpftsein gleichstellen", schätzt auch Epidemiologe Timo Ulrichs die Lage für FOCUS Online ein. Eine Impfung würde dann einer Infektion entsprechen. Die Herabsetzung der Gültigkeit des Genesenenstatus' auf drei Monate sei "eine Vorsichtsmaßnahme, damit nicht ohne Wissen Infektionen weitergegeben werden können."

Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/news/immun-status-gilt-nur-noch-drei-monate-daten-rechtfertigen-keine-verkuerzung-experten-zerlegen-verkuerzte-genesenen-regel_id_44524051.html

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https://www.merkur.de/welt/corona-2g-1g-regel-jonas-schmidt-chanasit-pandemie-virologe-news-91107193.html

An und für sich war das mal eine Sau, die durchs Dorf getrieben worde. Daß Bersarin davon nichts mitbekommen hat, kann man sich nur so erklären, daß er alles aussortiert, was nicht in seinen Kram paßt. Oder Autoritäten wie der Vatikan oder Genderfakultäten empfehlen ihm Lektüre und verbannen andere auf den Index.

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Dirk Specht kenne ich nicht. Wegen einer Reinfektion eines delta-Genesenen auch die Zeit für omikron-Genesene zu verkürzen? Wobei nicht einmal klar ist, wie hart den delta-Genesenen omikron überhaupt getroffen hat. Jedoch zu erwarten, daß Leute etwas tun, was nachweislich nicht funktioniert hat. Denn Impfungen gegen Delta haben ja auch nicht verhindert, daß man sich mit Omikron ansteckt. Jetzt sollen die delta-Genesenen sich noch einmal delta-impfen lassen? Weil delta-Genesene sich mit omikron anstecken können, sollen sie sich gegen delta impfen lassen, was auch nicht besser gegen omikron schützt? Logik ist wohl Dirk Spechts Sache nicht.

Und dann wäre da noch die Sache mit Johnson & Johnson. Gibt es wissenschaftliche Ergebnisse, die bestätigen, daß deren Impfstoffe noch beschissener gegen omikron helfen als die anderen Impfstoffe? Wie rechtfertigt man, daß mit Johnson & Johnson geimpfte Personen fortan als ungeimpft gelten sollen?

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Die Begrenzung des Genesenenstatus auf drei Monate ist mit Omicron wissenschaftlich begründbar. Nicht aber die Ungleichbehandlung zu älteren Doppelimpfungen. Die müssten ebenfalls verkürzt werden und zwar in ähnlichem Maße.
Um als geimpft zu gelten, soll man also in allen drei Monate umfassenden Intervallen drei Impfungen vorweisen können? Das wären dann alle vier Wochen durchschnittlich eine. Daß eine Dauerexposition mit einem beinahe wirkungslosen Impfstoff risikoärmer und wirksamer sein soll als eine Infektion mit einem relativ harmlosen und wahrscheinlich immunogenerem Virus, das muß dieser Herr Specht auch erst einmal nachweisen.

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Solche Schmiermichel wie der sozi, der hier mit Desinformationskampagnen und Fake News die Leser belästigt, wäre bei mir schon lange rausgeflogen. Leider geht das bei blogger.de nicht, wie che ja auch mehrmals ausführte.

"Denn Impfungen gegen Delta haben ja auch nicht verhindert, daß man sich mit Omikron ansteckt."

Sag mal Junge, hast Du Scheiße im Kopp? Kannst Du nicht lesen, was da oben steht? Aber klar, wenn einem die Scheiße das Denken verkleistert, dann kommt man zu solchen Schlußfolgerungen. Die These ist nicht, daß das Impfen eine Ansteckung zu 100 % verhindert, sondern daß die schweren Folgen gemindert werden, was unter anderem Auswirkungen auf die Belegung der Krankenhausbetten durch die Unsozialen hat, die sich eben nicht impfen lassen.

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"Die Begrenzung des Genesenenstatus auf drei Monate ist mit Omicron wissenschaftlich begründbar. Nicht aber die Ungleichbehandlung zu älteren Doppelimpfungen. Die müssten ebenfalls verkürzt werden und zwar in ähnlichem Maße."

Da bin ich nun leider auch nicht einverstanden. Von Menschen alle 3 Monate eine neuerliche Impfung fordern, und das bis auf weiteres noch mit dem gleichen Impfstoff, das ist weder sinnvoll noch funktioniert es.

Ich bin dreimal geimpft, aber das würde ich nicht mitmachen. Mit Omikron schon gar nicht.

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@avantgarde: Ja, das sind Dinge, die man von den Zahlen her sich anschauen muß. Ich halte ein halbes Jahr ebenfalls für ausreichend, zumindest nach dem bisherhigen Stand der Infos. Aber man muß sich anschauen, was die Experten dazu sagen.

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Was jedenfalls absolut gar nicht geht ist den Genesenenstatus von heute auf morgen so drastisch zu verkürzen.

Da helfen auch die wohl bescheuertsten (und teuersten) Plakate für die Impfung nicht.

Momentan läuft da etwas gewaltig schief.

Im übrigen denke ich, dass Omikron so oder so gerade durchläuft. In Dänemark haben sie eine Inzidenz von über 5000, bei höherer Impfquote. Das liegt aber nicht am Impfen, sondern an der wesentlich besseren Erfassung und der Einsicht, dass Beschränkungen nicht mehr viel bringen.

Offenbar kommen Dänemarks Krankenhäuser damit zurecht.

München Klinik hat derzeit 13 Covid-Intensivpatienten, weniger als ein Drittel, die auf dem Höhepunkt von Delta registriert wurden. Die meisten Fälle sind nach wie vor ungeimpft, also auch mit Omikron sind Ungeimpfte wesentlich gefährdeter.

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Wichtig ist vor allem, daß sich weiterhin möglichst viele Menschen impfen und boostern lassen. Auch wegen der Langzeitfolgen von Covid. Leider ist es ja nicht erlaubt und möglich, jene Ungeimpften aus den Krankenhäusern zu verbannen, die da mit Covid liegen, sofern eben andere, ebenfalls nötige OPs erforderlich sind, sei das von Hüfte bis Herz. Bei der vierten Impfung sollte man unbedingt den Sommer abwarten. Und eben schauen, was Mediziner und Virologen sagen.

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@avantgarde: Ja, eine gewisse Hoffnung gibt es, daß es jetzt durchläuft und daß dank der Impfungen die Verläufe nicht mehr derart schwer sind. Vollständig geimpft sind in DK ca. 81 % und dritte Impfung dort ca. 60 % in der BRD leider 73 % Zweitimpfung und nur 51 % geboostert.

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Die Booster-Impfung halte ich ja nach wie vor für absolut sinnvoll. Nicht aber die unterschiedlichen Fristen bei Impfung und Genesung.

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Vorbehaltlich der Tatsache dass mir hier ein fachliches Beurteilungsvermögen fehlt würde ich dem zustimmen. Spreche mal mit "meiner" Mikrobiologin darüber.

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@""Denn Impfungen gegen Delta haben ja auch nicht verhindert, daß man sich mit Omikron ansteckt."

Sag mal Junge, hast Du Scheiße im Kopp? Kannst Du nicht lesen, was da oben steht? Aber klar, wenn einem die Scheiße das Denken verkleistert, dann kommt man zu solchen Schlußfolgerungen. Die These ist nicht, daß das Impfen eine Ansteckung zu 100 % verhindert, sondern daß die schweren Folgen gemindert werden, was unter anderem Auswirkungen auf die Belegung der Krankenhausbetten durch die Unsozialen hat, die sich eben nicht impfen lassen." -------- Ich hatte es zigmal ausgeführt: Das Impfen sorgt dafür, dass die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken statistisch geringer wird, dass schwere Symptomatiken bei denen, die sich anstecken weniger wahrscheinlich werden und dass die Virenlast, die Infizierte weiter geben prozentual geringer ausfällt.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn es darum geht durch ein Gelände zu laufen auf dem scharf geschossen wird sind Geimpfte so etwas wie Leute mit kugelsicherer Weste und Stahlhelm und Ungeimpfte nackt. Niemand sagt, dass Erstere nicht erschossen werden können.

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@""Denn Impfungen gegen Delta haben ja auch nicht verhindert, daß man sich mit Omikron ansteckt."

---> Es gibt keine Impfungen gegen Delta. Es gibt nur Impfungen gegen Covid 19, die gegen Alpha bis Delta verhältnismäßig gut, gegen Omikron nicht mehr so gut wirken, aber immer noch wirken. Wie der Blogherr erläutert hat: Im Sinne des Eintretens statistischer Wahrscheinlichkeiten.

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Manchmal redet der sozi wirklich Stuß:

Wenn man in jedem 3 Monate umfassenden Intervall dreimal geimpft sein will, muß man innerhalb 3 Monaten viermal geimpft sein. D.h. eine Impfung alle drei Wochen. Nicht vier Wochen.

Na wenn dann COVID immer noch nicht überwunden wurde, dann weiß die Regierung auch nicht mehr weiter nach jedem Jahr reichlich 17 Impfungen, intensivem Ausbau von Ordnungsämtern, Impfarzteien, und Spezialgefängnissen für Leute, die sich nur 16 mal anstatt 17 mal jährlich haben impfen lassen.

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"Manchmal redet der sozi wirklich Stuß:"

Und ob. Jetzt liest du dein Posting nochmal und denkst nach.

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Und ich erwarte vom sozi, hier vernünftige Diskursformen einzuhalten, z.B. die Textnachweise zu liefern nach denen ich gefragt habe.

Und wenn Dir auf Deine Behauptung, es gäbe resistente Viren mit umfangreichen Begründungen entgegnet wird, dass und wieso das so, wie von Dir begründet nicht ist, erwarte ich dass Du hierzu in irgendeiner Weise Stellung nimmst, sonst ist das nämlich keine Diskussion, sondern eine Abfolge von Monologen.

Du kennst das ja schon von Bersarins Blog, der Deine Beiträge nur freischalten würde wenn Du dort belegte Argumente bringst, was Du nicht tust.
Ich werde Deine Einlassungen also künftig löschen, wenn Du für Deine Behauptungen keine Quellenbelege lieferst und/oder Annahmen Deinerseits, denen hier widersprochen wurde nicht unter Eingehen auf die Argumente Deiner Gegenüber begründest.

Mit meiner Geduld ist es bald zu Ende, und wenn hier derart paranoides Gedankengut verbreitet wird: "nach jedem Jahr reichlich 17 Impfungen, intensivem Ausbau von Ordnungsämtern, Impfarzteien, und Spezialgefängnissen für Leute, die sich nur 16 mal anstatt 17 mal jährlich haben impfen lassen"

mache ich ebenfalls von der Löschtaste Gebrauch. Damit ist der sozi nicht gesperrt, darf sich auf diesem Blog aber nur weiter äußern, wenn er das Behauptete sauber mit Quellenbelegen nachweisen kann. Im Übrigen kann ich ihm schon ein Spezialgefängnis empfehlen:

https://netbitch1.twoday.net/stories/2311073/

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