Freitag, 17. November 2006
Elemente der Gegenaufklärung, heute: Die Kreationisten
Hier hat mir Martin Marheinicke die Arbeit schon abgenommen, als ich gerade anfangen wollte, etwas dazu zu schreiben: Also, hier kömmt der lesenswerte Beitrag des Kollegen: http://martinm.twoday.net/stories/2943911

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Falls du vorhast hier noch nachzulegen, empfehle ich nach "Discovery Institute" und "Wedge" zu suchen. Auch gab es bei Telepolis einige Artikel zum Thema, unter anderem von Buerger. Wobei sich TP entbloedete gleich 'ne ganze Serie von diesen "wissenschaftlchen" Anti-Esotherikern zu uebernehmen (Name dem Reaktionaer entfallen).

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Danke für den Tipp. Las gerade in der Titanic: "Wir Darwinisten sind eine aussterbende Spezies."

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Auch eine interessante Quelle:
http://richarddawkins.net/foundation,ourMission

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Oh je, die Soziobiologen mit ihren egoistischen Genen, Nachfolger der NS-Rassenhygiene. Da sind mir ehrlich gesagt die Kreationisten noch lieber.

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Ach, ist dawkins nicht _der_ Anticreationistendingens welcher staendig von Anticreationistebloggern zitiert wird?
Soziobiologe? Interesant

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Hm, Dawkins und NS-Rassenhygiene, SozioBiologe, sehr fundiert. und Tschüss

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Sorry, in diesem Bereich habe ich promoviert, insofern ist das in der Tat sehr fundiert.
Natürlich steht Dawkins nicht politisch rechts, aber die Soziobiologie als Lehre bestreitet die Freiheitsfähigkeit des Menschen, den sie als rein genetisch gesteuerten Roboter ansieht, und die Soziobiologie ist ein ganz zentrales Ideologem der Neuen Rechten. Die Wechselwirkungen sind sehr komplex und ziemlich eklig.
Ich würde die Soziobiologie im Übrigen als einen Teil der neokonservativen und neoliberalen Projekte betrachten: Der in den 1970ern teilweise sehr erfolgreiche Versuch, die Ungleichheit des Menschen naturwissenschaftlich und damit "unwiderlegbar" zu begründen. Eine ganze Lehrergeneration warf Vorstellungen von integrativer Erziehung über Bord, weil da ein Arthur Jensen mit seiner Zwillingsforschung kam, die angeblich bewies, dass eineiige Zwillinge gleiche Charaktereigenschaften und oft sogar ein gleiches Schicksal hätten. Nur dass die besagten Zwillingspaare nie gelebt hatten und Jensen (der übrigens zu Leuten wie Alain de Benoist und Jürgen Rieger Kontakt pflegte) sie auf dem Höhepunkt der Schwarzenunruhen in den USA publiziert hatte, um zu begründen, dass der Neger halt dümmer ist
Vgl. Kühl, Stefan: Die Internationale der Rassisten. Aufstieg und Niedergang der internationalen Bewegung für Eugenik und Rassenhygiene im 20. Jahrhundert.
Tolmein, Oliver: Wann ist der Mensch ein Mensch? Ethik auf Abwegen

Marten, H.G.: Sozialbiologismus

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Ne Promotion besagt gar nichts, nichts darüber wie fundiert oder fachlich sie gewesen ist. Der Missbrauch einer Idee oder Theorie macht diese noch lange nicht schlecht. Gerade die Rechten verstehen sich gut mit dem Missbrauch, sie nehmen alles um ihre Ideen untersetzen zu können.

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Auch die Rassenhygiene war ursprünglich kein Kind der Nazis, sondern anerkannte Lehre in der Biologie. so sauber funktioniert die Trennung nicht.Im Übrigen sollten wir uns darüber vielleicht offline unterhalten.

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